
München (ddp.djn). Stress macht Deutschlands Beschäftigte zunehmend krank. In der Folge fehlen sie immer häufiger wegen psychischer Erkrankungen am Arbeitsplatz. Nach der DAK und der Barmer GEK hat nun auch die AOK in ihrem Gesundheitsreport 2010 den Anstieg der Seelenschmerzen nachgewiesen. Zwar sind psychische Erkrankungen nicht der häufigste Grund für eine Arbeitsunfähigkeit, sondern Muskel- und Skeletterkrankungen. Allerdings fehlen Arbeitnehmer bei psychischen Leiden deutlich länger - im Schnitt mehr als 40 Tage. Grund für die Zunahme ist nach Barmer-GEK-Angaben neben veränderten Arbeitsbedingungen auch eine Sensibilisierung der Ärzte.
Laut einer Untersuchung des Wissenschaftlichen Instituts der AOK, das Krankheitsdaten von 9,6 Millionen erwerbstätigen Mitgliedern ausgewertet hat, waren psychische Erkrankungen im vergangenen Jahr Ursache für 8,6 Prozent der ausgefallenen Arbeitstage der AOK-Mitglieder. Im Vorjahr betrug der Wert noch 8,3 Prozent. Bei der Deutschen Angestellten-Krankenkasse (DAK) verursachten sie 10,8 Prozent des Krankenstandes. Bei der Barmer GEK waren sogar 17,6 Prozent der psychischen Störungen und Verhaltensstörungen Grund für die Arbeitsunfähigkeit.
Laut Berechnungen des Statistischen Bundesamts entstand durch die neue Volkskrankheit allein im Jahr 2006 ein Schaden von 26,7 Milliarden Euro, wie die AOK weiter mitteilte. Zur Webseite
Quelle: business-wissen
11.07.2010 Von: F.X. Steininger
Thema: Management